STILLE POST


„Sie sind schmutzig. Sie klauen. Sie sind ungebildet..“ Das sind die drei häufigsten Formulierungen, die mit den Roma in Bulgarien in Verbindung gesetzt werden. Viele der Bulgaren fühlen sich bedroht und ungerecht behandelt. Ihre Abneigung gegenüber den Roma wird verstärkt durch ein zunehmend wachsendes Nationalgefühl und den Stolz, ein ethnischer Bulgare zu sein. Nach offiziellen Angaben leben knapp 400 000 Roma in Bulgarien. In Wirklichkeit aber wird geschätzt, dass es zwischen 800 000 und 1 Million. Ein großer Teil der Roma, denen es gelungen ist, sich zu integrieren, verstecken ihre Wurzeln. Sie fürchten sich vor den Vorurteilen, mit denen ihre Abstammung abgestempelt wird. Wie kommt es zu solchen Denkschubladen? Ist der bulgarische Nationalismus mit Ethnophobie verbunden? Dieser Film versucht einen neutralen Überblick über das Problem zu liefern und diese Fragen zu beantworten. Bulgarische Nationalisten, Vertreter der Roma, Politiker, Schüler, Rentner teilen ihre Betrachtungen und Erfahrungen vor der Kamera mit. Manche fühlen sich bedroht und ausgenutzt, andere - diskriminiert und unterdrückt. Eins verbindet die beiden Pole - sie fühlen sich als Opfer in ihrem Heimatland - Bulgarien.


STILLE POST
Dokumentarfilm, Bulgarien 2010, 53 min, DV

PRODUKTION
Cinemanda, Institut Fuer Musik und Medien
TEAM
Buch & Regie: ELIZA PETKOVA
Kamera: HANNES MARGET
Originalton: ELIZA PETKOVA, GALIN POPOV
Produktion: CINEMANDA
Schnitt: ELIZA PETKOVA & HANNES MARGET
Tongestaltung & Mischung: HANNES MARGET
Farbkorrektur: MAURICE BRAUN